Kultur muss etwas sein, das gelebt wird. Nicht gelebte Kultur kann es daher nicht geben, es wäre ein Widerspruch in sich, denn was sind schon Kilometer von Bücherregalen und Massen an Museen wert, wenn keiner von ihnen Gebrauch macht?

Viele blasen heute ins Horn der pessimistischen Kulturkritik und beklagen einen veränderten Medienkonsum, sehnen sich nach den alten Zeiten zurück, als das Buch noch solitäres Mittel der Bildung, aber auch Sklaverei noch in Mode und Feminismus ein Fremdwort war. Sicherlich ist es richtig nicht jede Neuerung zu begrüßen und vor überstürzten Änderungen Skepsis anzubringen, doch was nützt es die Toten zu beweinen, wenn man dabei sich und die Welt um einen herum vergisst, das, was noch nicht vergangen ist, ebenfalls vernachlässigt und so selbst zum Teil des beklagten Trends wird?

Die Kulturkiste sollte als Versuch gesehen werden in naiver Weise „Kultur zu leben“, lesenswerte Bücher, Filme und Serien – also eine ganze Bandbreite an Medienformen – darzubieten und aus ihnen einen Nutzen für die Gegenwart zu ziehen, aber auch kritisch auf die Welt zu blicken und den eigenen Standpunkt in derselben zu erforschen. Mit meinem Projekt möchte ich jene Kulturgüter fördern und zu ihrem Recht bringen, indem ich nicht auf die Wiederauferstehung einer Vergangenheit mit ihren (auch nicht immer) qualitativ hochwertigen Feuilletons warte, sondern einfach selbst Hand anlege und meine Sichtweise auf die Literatur, Filme und Fernsehen schildere, um damit im besten Falle andere interessierte Menschen zu eigenen Gedanken anzuregen und in ferner Zukunft vielleicht sogar ein Diskussionsforum für all jene zu bieten, deren Herz und Verstand ebenfalls der Energie der Poesie bedürftig ist.

Zu meiner Person

Ich beendete das Gymnasium im Jahre 2017 in Regensburg. Aktuell bin ich Student der Germanistik, Philosophie und Geschichte an der Universität Regensburg.